V100 | BR 211 .. 212 .. 213  Umbau

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Die Lokomotiven dieser Baureihe besitzen einen Mittelführerstand. Dieser bietet dem Lokführer eine gute Rundumsicht.
Da Märklin diese Modelle leider nicht vielen Funktionen ausstattet, obwohl die verwendeten modernen Digital-Decoder das aber hergeben, liegt es nahe, dieser Lok z.B. eine Führerstandsbeleuchtung zu geben.
Der Führerstand ist aber von allen Seiten gut einsehbar, so dass Lösungen mit handelsüblichen Bauteilen (Lämpchen, 3mm-LEDs) eigentlich ausscheiden, da diese  immer sichtbar bleiben und somit unschön wirken.
Die moderne SMD-Technik bietet aber trotzdem Möglichkeiten das Problem zu lösen. Der Dachbereich des Führerstandes hat auch  genügend Platz für eine kleine Platine.    Nachfolgend also die Beschreibung der Vorgehensweise.
Zunächst habe ich mir mal aus Lochrasterplatte einen Prototypen gebaut, um zu sehen, ob es  überhaupt geht.
Es geht in den Ecken schon ganz schön eng zu, aber es geht.
Wichtig sind auch die Abschrägungen, damit die Platine später gut im Dachversenkt

werden kann.

Wie man sieht, geht es  und dann habe ich mich eben hingesetzt und mit einer Schieblehre alles vermessen und alles in mein CAD-Programm eingegeben.
Das Ergebnis dieser Arbeiten sieht dann so aus.
Führerstand mit durchgehendem 
 Steg bei den alten Varianten.
Führerstand mit getrenntem
 Steg bei den neuen Varianten.
Platine mit eingepasstem
 Prototypen.
Die Platine passt später exakt in das Dach. Mit 4 kleinen SMD-Dioden wird eine optimale Ausleuchtung erreicht. Die Dioden werden weit unter Ihrer eigentlichen Helligkeit betrieben, was eben der gleichmäßigen Ausleuchtung zu Gute kommt.
Die Platine besitzt auch noch gleich Platz für eine Transistorstufe, so dass auch bei Märklin-Decodern, die keine IC-Pin-Beschaltung haben, die Schaltfunktion direkt am IC-Ausgang abgenommen werden kann. Somit kann man sich die zusätzliche Umrüstung des Decoders ersparen.
Außerdem war ich so kühn, auf der Platine noch die Montage-Möglichkeit für eine zusätzliche (Blink)Diode unterzubringen. Damit kann man dann, nach der Montage einer 3mm LED, eine blinkende Warnlampe realisieren. Sicher interessant für Bauzug- oder gar Feuerwehr-Loks .
I
m Moment bin noch auf der Suche nach einer passenden 3 mm Blink-LED, die klein genug ist. Die bei Conrad angeboten Typen haben leider einen zu großen Sockel auf der unteren Seite. Die sehen dann nicht so gut aus.
Die LED kann entweder rechts oder links eingesetzt werden. Das mittlere Loch dient nur zur Kennzeichnung des Loches. Man stich mit einer kleinen Nadel/Bohrer durch und hat dann die Markierung auf der Innenseite des Kunststoffdaches. Dann wird vorsichtig schrittweise aufgebohrt (am Besten von Hand), bis das die 3mm erreicht sind.
Die Platine kann in verschiedenen Ausbaustufen als LP-09 von mir bezogen werden.
Es gibt sie in der Ausführung mit gelben /weißen LEDs.   Später gibt es auch noch eine Variante mit der Blink-LED.
Die Platine ist im übrigen auch in den bekannten MAK-Loks einsetzbar.
Montage der Platine:
B
ei älteren Varianten der Lokomotive muss zur Montage der mittlere Kunststoffsteg im Dach entfernt werden. Ansonsten kann die Platine nach dem Anlöten der Anschlussdrähte einfach kopfüber in das Dach geklemmt werden.

Die Kabel werden so in der Lok verlegt und mit etwas TESA-Krepp befestigt, dass sie von außen betrachtet nicht stören.
Achtung:
Beim Wiederaufsetzten des Gehäuses ist darauf zu achten, dass die Verbindungsdrähte zwischen Decoder und Dachleiterplatte nicht durch die Befestigungsschraube gequetscht werden.
Wenn alles richtig verdrahtet und montiert wurde, dann sollte die Führerstandsbeleuchtung in der Lok ungefähr so aussehen.

Sieht doch nett aus, oder?
LED-Farbe:
Die Platine kann mit verschiedenfarbigen LEDs bestückt werden.
Für Fahrzeuge der Epoche III/IV haben sich gelbe Chip-Leds [0805 oder 0603] bewährt.
Für Fahrzeuge der Epoche V kann man auch weiße LEDs benutzten. Diese sind aber deutlich teurer und deren Licht ist mir persönlich etwas gewöhnungsbedürftig.
Die Bilder zeigen deutlich, wo bei weißen LEDs häufig das Problem liegt. 
Die häufig vorhandene Blaustichigkeit lässt sich aber mittels eines "orangenen" Farbmarkers (Boss/Edding, etc) deutlich verbessern. Je nach Behandlungsgrad kann man die Farbe sehr gut sogar, bis hin zur Glühlampenfarbe (rechtes Bild) trimmen.

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