Spannungen & Potentiale an dig. Decodern

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Etwas Theorie:
Mit zunehmender Verbreitung von el. Zusatzschaltungen, die man �ber die Funktionen moderner Digitaldecoder schalten kann, oder auch bei der Entflackerung der Beleuchtung,  kommt schnell die Fragestellung auf, wo man die notwendigen elektrischen Potentiale bzw. Spannungen - speziell bei �lteren Decodern - her bekommt.
In den modernen,  Decodern ist das ja meist klar, aber gerade beim Umr�sten �lterer Modelle wird es dann doch f�r den Elektronik-Laien schwieriger.
Die ben�tigten Kabel-Anschl�sse
  • [violett] zentrale Elektronikmasse
  • [orange] zentrale Versorgungsspannung f�r die Funktionen (Funktionshinleiter)

sind bei den Platinen der M�rklin Decoder 60901/-2/-3/-4 bereits vorhanden.
Im Bild unten rechts zu sehen.

Auch bei der in vielen Lokomotiven vorhandenen NEM 562 Schnittstelle ist der Anschluss f�r den Funktionshinleiter - hier als "PluspolLicht" bezeichnet - bereits vorhanden .
Hier gibt's die Dokumentation zur Norm (pdf-Datei)

Leider weichen die Farben der Kabel zwischen der Norm und den bei M�rklin bisher verwendeten, teils erheblich ab. So ist der Funktionshinleiter bei M�rklin [orange], lt. Norm aber [blau].
W�hrend "blau" bei M�rklin zur Motoransteuerung benutzt wird.
Hinweis:
Es muss also besonders aufgepasst werden, dass es hier nicht zu Verwechslungen kommt, die ggf. dann f�r die verwendeten Komponenten t�dlich sein k�nnen.
  • Zun�chst jedoch ein kleiner Ausflug in die Elektrotechnik, um die grunds�tzlichen Dinge zu kl�ren:
    Die ben�tigte Spannung f�r den Decoderbetrieb wird aus der Gleisspannung fast immer durch die abgebildeten Grund-Schaltung erzeugt. Diese besteht aus 4 Einzeldioden oder auch aus einem speziellen Fertigbaustein. Das Funktionsprinzip ist aber immer gleich.

    Br�cken-Gleichrichterschaltung Die Br�cken-Gleichrichterschaltung:

    Sie besteht aus jeweils zwei parallelen in Reihe geschalteten Diodenpaaren. Der (Wechsel)Spannungseingang befindet sich zwischen den Diodenpaaren.
    Durch die Br�cken-Anordnung der Halbleiterdioden in der Schaltung, kann der Strom - abh�ngig von der Polarit�t am Eingang - �ber zwei verschiedene Wege (blau/rot) flie�en.
    Als Ergebnis, wird der Verbraucher dabei aber immer in einer Richtung vom Strom durchflossen.
    Wie man auch sieht, sind immer gleichzeitig 2 Dioden an dem zustande kommenden Stromfluss beteilig, w�hrend die beiden anderen in Sperrrichtung arbeiten..
    Br�ckengleichrichterschaltung Diese Darstellung gibt die Verh�ltnisse etwas entzerrter wieder.

    Dabei wird klarer zwischen der Eingangs- und Ausgangsseite getrennt.
    Die am Eingang hier angedeutete Wechselspannung [~]ist in Digitalsystemen nicht  als reine (sinusf�rmige) Wechselspannung vorhanden, vielmehr werden die Potentiale - bedingt durch die dig. Informationen auf der Versorgungsspannung - zwischen ca. +22 V und - 22V an den beiden Anschl�ssen hin- und her getastet - was im Prinzip aber wieder dem Wechselspannungsprinzip entspricht. 
    Zeitliche Verl�ufe:
    Eingangsspannung der Br�ckengleichrichterschaltung Ausgangsspannung der Br�ckengleichrichterschaltung iDe Ausgangsspannung der Schaltung bei Ansteuerung mit sinusf�rmiger Eingangsspannung ist in ihrem zeitlichen Verlauf nicht kontinuierlich, sondern stark abh�ngig von Form der Eingangsspannung.
     

    Man spricht auch zun�chst von "pulsierender Gleichspannung".

    Verlauf der Eingangsspannung Verlauf der Ausgangsspannung  
    Siebung:
      Um eine glatte Gleichspannung zu bekommen, muss noch ein Siebkondensator CL, der die Wellent�ler puffert, nachgeschaltet werden.

    W�hrend der Zeit des Anstiegs der Spannung l�dt der Kondensator sich auf. Zwischen den Halbwellen �berbr�ckt der Kondensator die Spannungsl�cke.
    Je gr��er die Kapazit�t des Kondensators ist, um so besser ist die Gl�ttung.
    Ladekondensator Brummspannung Hinweis:
    Die Kapazit�t kann aber nicht beliebig hoch gew�hlt werden, da sonst der hohe Ladestrom des Kondensators die Gleichrichterdioden zerst�ren w�rde.
Spannungsverl�ufe im Digitalsystem:

Bei einem Digitalsystem sind die Verh�ltnisse in etwa �hnlich, aber auch doch wieder unterschiedlich. Dabei werden neben der Gleichspannung f�r die Versorgung der Lok-Motoren/Wagenbeleuchtung auch die digitalen Informationen zur Ansteuerung der Decoder gleichzeitig �ber die Schiene �bertragen.

Dazu wird die Versorgungsspannung im Rhythmus der Informationen zwischen den Potentialen
+ Ub[+22V] und  - Ub[-22V] umgepolt, bzw. getastet.
Am Ausgang des Gleichrichters bekommen wir also schon eine sehr gute, fast zeitlich konstante Gleichspannung, ohne die sonst �blichen Spannungseinbr�che.

Im der Praxis sind einige kleine "tote Bereiche" enthalten, die aus den Durchlassspannungen von den Gleichrichterdioden herr�hren. Der Aufwand zur Gl�ttung der Gleichspannung mit dem Kondensator CL , kann aber  trotzdem relativ klein gehalten werden.

Hier passt es auch ganz gut, auf das Ph�nomen des "Digitalflackerns" von Gl�hbirnen kurz einzugehen.
Es tritt speziell bei �lteren Digital-Decodern auf, bei denen die Gl�hlampen f�r die Lokomotiv-Beleuchtung gegen die Geh�use-Masse (br)  verdrahtet sind.

Das Flackern entsteht durch die sogn. Halbwellen-Ansteuerung. Da die Gl�hlampen ja nach wie vor aus der Gleisspannung ihre Energie beziehen, ist bei dieser Schaltungsart, bedingt durch den Br�ckengleichrichter, immer eine Halbwelle gesperrt. Das zeigt sich im nebenstehenden Bild durch die wei�en L�cken im Signal. Diese "Pausen" sorgen f�r den Flackereffekt und der ist um so gr��er, je mehr Signale - bei vielen Loks - �bertragen werden m�ssen.

Eine Abhilfe kann hier nur geschaffen werden, wenn die Lampen gegen die Geh�usemasse isoliert werden und �ber die Spannung
 [+]Ub  versorgt werden
Wie man die Punkte f�r [+] und [-] an �lteren Decodern verf�gbar macht, finden Sie hier.

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