BR 146.1 mit Schleiferumschaltung

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  •  Schleiferumschaltung? ... was ist das und wozu brauche ich das?

Wer seinen Nahverkehrszug so steuern möchte, dass der Zug auch an Stopp-Stellen bzw. in Signal-Abschnitten zielgenau anhält, der muss eine Schleiferumschaltung verwenden. Diese steuert die Stromaufnahme so, dass immer nur der in Fahrtrichtung vordere Schleifer den Strom aufnimmt.
Auch Märklin liefert die Loks so aus, wenn es um Wendezüge geht.

Dazu werden folgende Dinge benötigt:

  • bistabiles Relais
  • stromführende Kurzkupplungen 72020 / 72021 oder Kupplung 7319
1. Die Schleiferumschaltungsplatine
  Hierzu wird ein kleines bistabiles Relais verwendet. Dies behält nach der Umschaltung seine Lage bei und schaltet erst wieder nach einem gezielten Umschaltimpuls durch.
  Ich verwende für das Relais und die peripheren Bauteile eine kleine Platine LP-01a/b.

Das hat den Vorteil, dass man alles direkt zusammen hat und nur noch Anschlussdrähte anlöten muss. 

Der "Drahtverhau "reduziert sich somit erheblich und die Montage ist auch mit doppelseitigem Schaumklebeband sehr einfach möglich.
 

  Hinweis:
Die Schleiferumschaltung funktioniert in diesem Beispiel nur dann, wenn das Stirnlicht der Lokomotive (mit F0) eingeschaltet ist, da der Decoder sonst keine richtungsbezogenen Informationen bereitstellt.
2. Der Anschluss der Schleiferumschaltungsplatine
  Die Platine wird mit etwas Schaumklebeband wie im Bild zu sehen ist fixiert. Dabei unbedingt darauf achten, dass die Schwungscheibe des Antriebs und natürlich dieser auch, sich weiterhin frei drehen können.
  Die Verdrahtung der Platine ist recht einfach. Es werden dazu lediglich zunächst einmal   3(4) Anschlusskabel benötigt.
  •  Spannungsversorgung (orange) U+
  •  F0 Funktionsausgang vorwärts
  •  F0 Funktionsausgang rückwärts
     
  •  der 4. Anschluss dient zur Weiterleitung von U+
3. Die Kabelführung der Schleiferanschlüsse
  Die folgenden Bilder zeigen, wie der Anschluss des vorderen/hinteren Schleifers erfolgt.    
Der hintere Schleifer wird dabei über elektrisch leitende Kupplungen mit der Steuerplatine verbunden.
 
  Um die Verbindung über die Kupplung nach innen zu bringen ohne dass die Radsätze dabei ins Spiel kommen - wird ein kleines Loch in hinter dem Lichtplatinenhalter gebohrt. Da hindurch wird dann der Anschlussdraht aus der Kupplung geführt. Der Kontakt zur Kupplung wird über ein kleinen, 0,1 mm dünnes Neusilberblech oder ähnliches, hergestellt.
 
  Hier sehen wir die eingesteckte Kupplung und die Verdrahung der Schleiferleitungen mit der Platine.
3.  Fazit
  Durch die Schleiferumschalung erhält der Wendezug nun die volle Funktionalität, wie wir es auch von den direkt von Märklin gelieferten Wendezügen gewohnt sind.  Nun ist auch punktgenaues Anhalten im Stoppbereich in jeder Richtung möglich.

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