Loksound mit externer Taktgebung

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 >  Rad-synchron in H0..... aber wie ?
  Für die rad-synchrone Steuerung des Dampfstoßgeräusches einer Dampflok beschreibt  ESU in seinen Betriebsanleitungen für die Sound-Decoder relativ detailliert, wie man bei Spur I Loks, die mit dem Loksound XL-Decoder ausgestattet sind, das hinbekommen kann.
Neben der internen Steuerung (per Software) gibt es demnach auch eine ext. Steuerungsmöglichkeit.

Dazu benötigt man neben den Steuereingängen am Decoder natürlich auch noch entsprechende Sensoren. Bei Spur I Loks können diese - bedingt durch die Baugröße - oft mit Hilfe von Reed-Kontakten ausgeführt werden. Bei H0-Loks ist das allerdings schon nicht mehr so ohne weiteres möglich.
 
 >  Connections
  Zunächst ist es aber wohl auch nicht jedem bekannt, das auch die "kleinen" H0-Sounddecoder die notwendigen Steuer-Eingänge (siehe großes Bild unten) besitzen.  Diese findet man etwas versteckt am unteren rechten Rand des Decoder-Bildes unten.
 
  Loksound V3 Loksound V3.5 bzw. Loksound mfx
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Sensorik I

 

Als Sensor verwendet man am Besten den unipolaren Hallsensor vom Typ TLE4905 aus dem Elektronik-Fachhandel. Der Einbau ist je nach Dampflok an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen.
In Einzelfällen muss man das Spiel der Achse mit den Radmagneten durch Einsetzen einer Distanzscheibe verkleinern, um eine einwandfreie Funktion ohne "Verschlucken" von Dampfstößen sicherstellen zu können.

 
  Einbau in eine BR 01 o.ähnl.  Einbau in eine BR 44 o ähnl.
 

Teilweise muss man jedoch auch Fräsarbeiten am Rahmen vornehmen, um den Hallsensor richtig positionieren zu können. Speziell bei Güterzug-Dampfloks mit Achsfolge "1E" - wie die BR 44 - ist dies unvermeidlich.
 

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Sensorik II

 

Zusätzlich müssen noch ein kleine Dauermagnete für die Steuerung angebracht werden.  Dazu eignen sich am Besten kleine NeoDym-Magnete - auf den Bildern sind diese in der Nähe des Hall-Sensors gut zu erkennen. Sie
sind bezogen auf ihre Baugröße äußerst stark und - noch wichtiger - es gibt sie auch in kleinsten Abmessungen. 

Bezugsquelle:
    http://www.powermagnetshop.de/pi873282976.htm?categoryId=19

Man kann sie auch bei ebay (Suchwort: NeoDym) in großer Auswahl bekommen.
Am Besten verwendet man kubusförmige Kleinstmagnete mit 1-2 mm Kantenmaß.

Größere Magnete mit einer Kantenlänge von mehr als 2mm würde ich persönlich schon aus ästhetischen Gründen nicht einsetzen, da diese von außen durch die Speichenräder dann doch deutlich sichtbar wären (Kantenlänge 2mm = 4qmm Fläche, 3mm = 9qmm Fläche !!!).

Zudem sollte man mit einrechnen, dass flächenmäßig zu große Magnete gerade bei kleinen Rädern durch ihr Streufeld u.U. den Sensor mit beeinflussen könnten, und somit ein sauberes Schalten des Hallsensors nicht mehr gewährleistet wird.
 

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Sensor-Connections
 
Dieses Bild fand ich im Internet. Es veranschaulicht das ganze nochmals etwas mehr.

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 Was sonst zu Beachten ist
 
  •  Bzgl. der Anzahl der Magnete habe ich mich nach der Zylinderzahl gerichtet.
    Die Magnete werden auf einer Radinnenseite mit Sekundenkleber aufgeklebt.
    •  bei 2/4 Zyl. Maschinen werden 4 Magnete (um 90° versetzt) auf dem Rad verteilt
    •  bei 3 Zyl. Maschinen werden 3 Magnete (um 120° versetzt) auf dem Rad verteilt
  •  Beim Einbau der Magnete ist  die richtige Magnetfeldausrichtung zum Hallsensor (Südpol Richtung  
     Sensoroberfläche), sowie ein maximaler Abstand von 3mm zwischen Sensor und Magnet zu beachten.
  •  Die Anpassung des Decoders  erfolgt am Besten mit dem ESU-Lokprogrammer )
     Zu beachten ist bei der softwaremäßigen Aktivierung des Sensors die Einstellung der Triggerimpule. Da der
     Sensoreingang sowohl auf steigende als auch fallende Signalflanken reagiert, sollte dieser Wert auf "2"
     eingestellt werden. Damit wird sichergestellt, dass pro vorbeilaufenden Magnet am Hallsensor auch nur ein
     Dampfstoß erzeugt wird. 
  •  Beim Einbau des Hallsensors muss eine Stelle gesucht werden, wo der Sensors nicht hinderlich ist.
  •  Außerdem ist sicherzustellen, dass die Anschlüsse entsprechend zum Fahrwerk/Gehäuse hin isoliert sind. !!!

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 Fazit
   Eine so umgerüstete Lok dürfte dann auch den höchsten Soundansprüchen gerecht werden.

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